Die osteopathische Behandlung

Vor der Behandlung findet ein ausgiebiges Patientengespräch statt, Krankheitsgeschichte wie z.B. Komplikationen bei der Geburt, durchgemachte Krankheiten, Operationen oder Ernährungsgewohnheiten werden erfragt. Anschließend ertastet der Osteopath die Körperregionen mit verringerter Beweglichkeit und erhöhter Spannung, die sich auch fernab der Symptome befinden können.
“ Die kleinsten Bewegungen dirigieren die großen “

Ausgehend von 3 Aspekten sucht er so nach der primären Ursache der Beschwerden:

  • parietaler Aspekt - Bewegungsapparat (Knochen, Sehnen, Gelenke...)
  • visceraler Aspekt - innere Organe mit deren steuernden Nerven, Blut und Lymphgefäßen
  • craniosacralen Aspekt - Schädel und Wirbelsäule mit der Gehirnflüssigkeit, Hirnhäuten, Nervensystem

Der Osteopath arbeitet ausschließlich mit den Händen - er behandelt mit dem Ziel der Wiederherstellung der Gewebespannung und Beweglichkeit. Mit Hilfe manueller Techniken werden diese Blockaden gelöst.

“Jede Krankheit ist nur Reaktion, der Grund ist ein teilweises oder vollständiges Versagen des Gewebeflusses”
A.T. Still


Ein Beispiel aus der Praxis:


Eine alte schon in Vergessenheit geratene Sprunggelenksverletzung kann über bindegewebige Verbindungen und Muskelzüge zu einer
Schiefstellung des Beckens führen und damit Rückenschmerzen verursachen. Hier ist es wenig erfolgsversprechend das Becken zu korrigieren, vielmehr muß fernab der Symptomatik das Sprunggelenk behandelt werden, um langfristig die Beckenstatik  zu verbessern und die Rückenschmerzen zu beseitigen.

 

 

Allgemeine Informationen zur Behandlung​

 

  • Behandlungsabstand 2-4 Wochen
  • Behandlungsdauer bis zu 60 min.
  • Behandlungskosten werden von den privaten Krankenkassen ganz oder teilweise übernommen, sowie auch bei Zusatzversicherungen, bei denen Heilpraktikerleistungen mit eingeschlossen sind.
  • Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) 
  • Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für osteopathische Leistungen anteilig. Hier ein Überblick

 

Die Geschichte der Osteopathie

Begründer der Osteopathie war Andrew Taylor Still (1828-1917), ein klassisch geschulter Arzt aus Virginia.

Nachdem 1864 innerhalb weniger Tage vier seiner Kinder trotz Konsultation mehrerer Ärzte verstarben, wandte er sich unzufrieden von der etablierten Medizin ab und begab sich auf die Suche nach neuen Heilmethoden und begann ein intensives Selbststudium der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers. Er begann nicht mehr die Symptome zu behandeln, sondern die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und ihm so die Möglichkeit zu geben, Gesundheit zu erlangen.

1874 verkündete Still seinen neuen Diagnose- und Behandlungsansatz und gab ihr den Namen Osteopathie. Der zusammengesetzte Begriff leitet sich aus den altgriechischen Wörtern “Osteo” für Knochen und “Pathie” für Leiden her. Er wählte diese Bezeichnung, da er seine Studien mit den Knochen begonnen hatte um die Leiden seiner Patienten lindern zu können.

Praxis

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